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NDA Vorlage (Geheimhaltungsvereinbarung) für die Schweiz

Eine gegenseitige Geheimhaltungsvereinbarung nach Schweizer Recht, bereit zur Anpassung vor einer Due Diligence, einem Pilotprojekt oder Partnerschaftsgesprächen. Laden Sie die Word-Datei herunter und lesen Sie, wozu jede Klausel dient, bevor Sie sie versenden.

Kostenlos · DOCX · 4 KB · Aktualisiert am 18. August 2026

Wann Sie diese Vorlage verwenden

Verwenden Sie sie, wenn zwei Parteien Informationen austauschen werden, die keine von beiden im Umlauf sehen will: Partnerschafts- oder Übernahmegespräche, ein Pilotprojekt, ein Datenraum, ein Lieferant, der über unveröffentlichte Pläne informiert wird. Die Vorlage ist gegenseitig: Beide Seiten geben und erhalten denselben Schutz. Für die meisten Verhandlungen ist das die richtige Form, und sie erspart eine Runde Redlining.

Gibt nur eine Seite Substanzielles preis, ist ein einseitiges NDA sauberer. Die Struktur bleibt gleich, die Pflichten laufen einfach in eine Richtung.

Ein NDA mit den eigenen Mitarbeitenden ist ein anderes Dokument. Mitarbeitende schulden Verschwiegenheit bereits aus Arbeitsvertrag und Gesetz; was sie allenfalls brauchen, ist eine konkrete Weisung zu einem konkreten Projekt, nicht eine zweite Generalvereinbarung.

Was ein NDA kann und was nicht

Nach Schweizer Recht sind die Parteien weitgehend frei zu definieren, was vertraulich ist und was damit geschehen darf (Art. 19 OR). Ohne Vertrag bleibt Ihnen das Zusammensetzen von Ansprüchen aus gesetzlichen Fragmenten, etwa dem Schutz von Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen nach Art. 6 UWG. Das NDA ersetzt dieses Flickwerk durch definierte Pflichten.

Was es nicht kann: Preisgegebenes zurückholen. Verletzungen sind schwer zu entdecken und noch schwerer zu beweisen. Die Vereinbarung sollte deshalb steuern, wie Sie teilen, und Sie nicht ermutigen, alles zu teilen. Geben Sie Informationen in Tranchen heraus, protokollieren Sie, was übergeben wurde, und halten Sie das Wertvollste zurück, bis der Stand der Gespräche es rechtfertigt.

Die Klauseln im Einzelnen

Definition der vertraulichen Informationen

Die Vorlage erfasst alle nicht öffentlichen Informationen, die im Zusammenhang mit dem definierten Zweck offengelegt werden, schriftlich, mündlich oder über Systemzugriff, und nennt die wichtigen Kategorien als Beispiele. Der Zweckbezug macht das handhabbar: «alle ausgetauschten Informationen», ohne Zweck und ohne Kategorien, ist eine Definition, die niemand anwenden kann. Für wirklich kritisches Material ergänzen Sie die Kennzeichnung als zusätzliches Kriterium.

Verwendungszweck

Informationen dürfen nur für den genannten Zweck verwendet werden, also formulieren Sie den Zweck präzise. «Prüfung einer möglichen Übernahme von X» begrenzt die Verwendung auf eine Weise, die «unsere Geschäftsbeziehung» nie erreichen wird. Die interne Weitergabe ist auf Personen beschränkt, die die Informationen für diesen Zweck benötigen und ihrerseits zur Verschwiegenheit verpflichtet sind.

Ausnahmen

Die üblichen Ausnahmen: Informationen, die öffentlich sind, rechtmässig bereits bekannt waren, unabhängig entwickelt wurden oder von Gesetzes wegen oder gegenüber einer Behörde offenzulegen sind. Das sind keine Schlupflöcher; ohne sie wäre die Vereinbarung nicht praktikabel, und ein Gericht würde sie ohnehin hineinlesen.

Rückgabe und Löschung

Das Material wird auf Verlangen zurückgegeben oder gelöscht, spätestens mit dem Ende der Gespräche, mit einem Vorbehalt für gesetzliche Aufbewahrungspflichten. Der praktische Wert liegt im definierten Moment: Die Pflicht entsteht von selbst, wenn das Projekt endet, ob jemand daran denkt oder nicht.

Konventionalstrafe

Die optionale Konventionalstrafe ist die folgenreichste Entscheidung im Dokument. Die Höhe des Schadens nach einer Geheimhaltungsverletzung zu beweisen ist meist der schwierigste Teil des Falls; eine Konventionalstrafe nach Art. 160 ff. OR ist ohne Schadensnachweis geschuldet, unter Vorbehalt der richterlichen Herabsetzung bei Übermass (Art. 163 OR). Setzen Sie den Betrag mit Blick auf Gegenpartei und Einsatz fest. Eine offensichtlich theatralische Zahl lädt zur Herabsetzung ein, die sie fürchtet.

Dauer und Fortgeltung

Die Vorlage trennt die Phase des Austauschs von der Dauer der Geheimhaltung: Der Informationsaustausch endet mit den Gesprächen, die Pflicht zur Verschwiegenheit läuft weiter. Bemessen Sie die Fortgeltung danach, wie lange die Informationen sensibel bleiben.

Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Schweizer Recht, mit einem vereinbarten, benannten Gerichtsstand: In einem gegenseitigen NDA legen beide Seiten offen, der Gerichtsstand muss also benannt statt hergeleitet werden. Sitzt Ihre Gegenpartei im Ausland, verdient die Durchsetzungsfrage mehr Überlegung, als der Textbaustein vermuten lässt. Genau hier verdient eine Anwältin oder ein Anwalt das Honorar.

Anpassung an Ihre Situation?

Eine Vorlage deckt den Normalfall ab. Eine Anwältin oder ein Anwalt deckt Ihren ab: fester Umfang, fester Preis, und ein Dokument, das Sie wirklich unterschreiben können.

Diese Vorlage und die Erläuterungen dazu sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Ob sie zu Ihrer Situation passen, hängt vom Sachverhalt ab, im Zweifel fragen Sie nach.

Fragen

Häufige Fragen

Ist ein NDA nach Schweizer Recht durchsetzbar?

Ja. Geheimhaltungsvereinbarungen sind gewöhnliche Verträge, und Schweizer Gerichte setzen sie durch. Die praktische Schwierigkeit liegt nicht in der Gültigkeit, sondern im Beweis: dass eine bestimmte Information erfasst war, dass sie offengelegt oder missbraucht wurde, und was die Verletzung Sie gekostet hat. Ein gut formuliertes NDA ist um diese Schwierigkeit herum gebaut, mit einer konkreten Definition, dokumentierten Übergaben und idealerweise einer Konventionalstrafe, die Ihnen die Schadensbezifferung erspart.

Gegenseitiges oder einseitiges NDA?

Richten Sie das Dokument nach dem Informationsfluss. Legen beide Seiten offen, ist ein gegenseitiges NDA schneller vereinbart, weil die Pflichten symmetrisch sind und keine Seite zum Überziehen neigt. Legen nur Sie offen, ist eine einseitige Vereinbarung sauberer, und Sie übernehmen keine Pflichten, für die Sie nichts erhalten. Ein gegenseitiges NDA zu unterzeichnen, obwohl Sie nichts erhalten, heisst vor allem: gratis Pflichten übernehmen.

Brauche ich eine Konventionalstrafe?

Brauchen selten, wollen oft. Ohne sie müssen Sie die Höhe Ihres Schadens beweisen, was in Geheimhaltungsfällen wirklich schwer ist. Mit ihr ist der vereinbarte Betrag bei Verletzung geschuldet, und der Streit verlagert sich auf die Frage, ob die Verletzung stattgefunden hat. Gerichte können übersetzte Strafen herabsetzen; wählen Sie also eine Zahl, die den Einsatz widerspiegelt, nicht eine, die einschüchtern soll.

Wie lange soll die Geheimhaltung dauern?

So lange, wie die Informationen sensibel bleiben, und das hängt davon ab, worum es geht. Finanzzahlen altern schnell; technisches Know-how und Kundendaten können jahrelang zählen. Die Vorlage unterscheidet die Phase des Austauschs von der Fortgeltung der Geheimhaltung, sodass das Projekt enden kann, während die Pflicht weiterläuft. Eine unbefristete Dauer ist für echte Geschäftsgeheimnisse möglich, lädt aber zum Streit ein; eine definierte, grosszügige Frist ist meist leichter durchzusetzen.

Unterschreiben Sie nicht den Normalfall.

Sagen Sie uns, wofür das Dokument gedacht ist. Sie erhalten eine Fassung für Ihre Situation, geprüft von einer Anwältin oder einem Anwalt, zum festen Preis.