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Kündigung Arbeitsvertrag: Vorlage für das Kündigungsschreiben der Arbeitgeberin

Ein Schreiben für die ordentliche Kündigung des Arbeitsvertrags durch die Arbeitgeberin nach Schweizer Recht, bereit zur Anpassung. Laden Sie die Word-Datei herunter und lesen Sie, warum Zeitpunkt und Zustellung wichtiger sind als die Formulierung, bevor Sie das Schreiben versenden.

Kostenlos · DOCX · 4 KB · Aktualisiert am 19. August 2026

Wann Sie dieses Schreiben verwenden

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag nach Schweizer Recht kann von beiden Seiten ohne besonderen Grund gekündigt werden; diese Freiheit ist der Ausgangspunkt von Art. 335 OR. Diese Vorlage ist die Arbeitgeberseite davon: ein Schreiben für die ordentliche Kündigung, das die Kündigungsfrist einhält, den Endtermin nennt und Ferien, Schlussabrechnung und Arbeitszeugnis auf derselben Seite regelt.

Sie taugt nur für die ordentliche Kündigung. Die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund ist ein anderes Instrument mit deutlich strengeren Voraussetzungen, und das eine als das andere zu verkleiden schafft genau den Streit, den das Schreiben vermeiden soll. Sie ist auch kein Aufhebungsvertrag: Wer das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen beendet, braucht ein verhandeltes Dokument mit eigenen Regeln.

Der Zeitpunkt ist die Falle

Das Schreiben ist der einfache Teil; die meisten Kündigungen, die schiefgehen, scheitern am Zeitpunkt. Nach der Probezeit schützt das Gesetz Mitarbeitende während bestimmter Zeiten vor einer Kündigung: bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall, während der Schwangerschaft und der Zeit nach der Niederkunft sowie unter anderem während des obligatorischen Dienstes. Eine Kündigung während einer solchen Sperrfrist ist nichtig und muss wiederholt werden; eine vorher ausgesprochene Kündigung wird unterbrochen, und der Endtermin verschiebt sich. Die Dauer des Schutzes ist nach Dienstjahren abgestuft. Prüfen Sie also den konkreten Fall, statt einer Faustregel zu vertrauen.

Die zweite Falle ist der Grund. Es braucht keinen, aber gewisse Gründe sind missbräuchlich: Wer kündigt, weil die mitarbeitende Person in guten Treuen Ansprüche geltend gemacht hat, oder wegen einer persönlichen Eigenschaft, riskiert nach Art. 336 OR eine Entschädigung, obwohl die Kündigung gültig bleibt. Folgt das Schreiben auf einen Konflikt oder eine Beschwerde, verdient dieser Kontext vor dem Versand einen harten Blick.

Der Zugang entscheidet über das Datum

Eine Kündigung wirkt, wenn sie bei der mitarbeitenden Person eintrifft, nicht wenn Sie sie aufgeben. Am Monatsende kann dieser Unterschied den Endtermin um einen ganzen Monat verschieben. Das Einschreiben liefert den Beweis; die persönliche Übergabe gegen unterschriebene Kopie liefert Gewissheit.

Auch das Wie zählt. Die Pflicht der Arbeitgeberin, die Persönlichkeit der Mitarbeitenden zu schützen (Art. 328 OR), erstreckt sich auf die Art der Kündigung: Überbringen Sie sie unter vier Augen, und lassen Sie das Schreiben, nicht das Gespräch, die Formalitäten tragen.

Begründung: vorbereitet, nicht mitgeliefert

Das Schreiben nennt bewusst keine Gründe. Verlangt die mitarbeitende Person eine Begründung, müssen Sie sie schriftlich abgeben; auch diese Pflicht steht in Art. 335 OR. Formulieren Sie diese Begründung, bevor Sie kündigen, halten Sie sie sachlich, und stellen Sie sicher, dass sie mit dem übereinstimmt, was Sie in einem Streit sagen würden. Nachgeschobene Begründungen sind der klassische Weg, wie aus einer vertretbaren Kündigung eine teure wird.

Das Schreiben im Einzelnen

Das Dokument schliesst mit einem Anhang von Prüfpunkten (Sperrfristen, Begründung, Zustellung, Missbräuchlichkeit), den Sie vor dem Versand löschen. Das Schreiben selbst hat fünf tragende Teile.

Kündigungsfrist und Endtermin

Das Schreiben nennt die Kündigungsfrist und den konkreten Endtermin. Die Frist ergibt sich aus dem Vertrag oder, wenn dieser schweigt, aus der gesetzlichen Abstufung von Art. 335c OR, die mit den Dienstjahren wächst und auf ein Monatsende läuft. Berechnen Sie den Endtermin ab Zugang, und nennen Sie Frist und Datum: Wer nur eines nennt, lädt zum Streit über das andere ein.

Ferien und Zeitguthaben

Restliche Ferien werden, soweit betrieblich möglich, während der Kündigungsfrist bezogen; was nicht bezogen werden kann, wird mit dem letzten Lohn ausbezahlt. Sagen Sie, was gelten soll, und planen Sie früh. Ob Mitarbeitende neben der Stellensuche realistisch Ferien beziehen konnten, ist ein Klassiker unter den Streitigkeiten am Ende des Arbeitsverhältnisses.

Schlussabrechnung

Mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden die Forderungen daraus fällig, im Rahmen von Art. 339 OR. Das Schreiben kündigt die Schlussabrechnung mit der letzten Lohnzahlung an: pro rata dreizehnter Monatslohn, Provisionen, Spesensaldo. Die Ankündigung zwingt Sie, die Abrechnung zu erstellen, und genau das ist der Zweck.

Arbeitszeugnis

Die mitarbeitende Person hat Anspruch auf ein Vollzeugnis oder, auf Wunsch, auf eine blosse Arbeitsbestätigung (Art. 330a OR). Das Schreiben bietet es von sich aus an. Halten Sie bis zum letzten Arbeitstag einen Entwurf bereit; ein Zeugnis, das Monate später eintrifft, ist eine Botschaft für sich.

Rückgabe und Kontaktperson

Das Schreiben verlangt das Firmeneigentum bis zum letzten Arbeitstag zurück und nennt eine Ansprechperson für Fragen. Beides ist Logistik, und beides verhindert das Ausfransen: Ein Laptop, dem man sechs Wochen später nachrennt, und drei Personen mit drei Antworten zur Schlussabrechnung sind der Weg, auf dem ein sauberer Abgang bitter wird.

Anpassung an Ihre Situation?

Eine Vorlage deckt den Normalfall ab. Eine Anwältin oder ein Anwalt deckt Ihren ab: fester Umfang, fester Preis, und ein Dokument, das Sie wirklich unterschreiben können.

Diese Vorlage und die Erläuterungen dazu sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung. Ob sie zu Ihrer Situation passen, hängt vom Sachverhalt ab, im Zweifel fragen Sie nach.

Fragen

Häufige Fragen

Muss ich die Kündigung begründen?

Nicht im Schreiben. Eine ordentliche Kündigung nach Schweizer Recht muss bei der Aussprache nicht begründet werden. Verlangt die mitarbeitende Person eine Begründung, müssen Sie sie jedoch schriftlich abgeben, und diese Begründung muss dann standhalten: Eine Kündigung aus Gründen, die das Gesetz als missbräuchlich behandelt, etwa als Reaktion auf in guten Treuen geltend gemachte Ansprüche, kann die Firma eine Entschädigung kosten, obwohl das Arbeitsverhältnis trotzdem endet. Bereiten Sie die schriftliche Begründung vor dem Versand vor, und halten Sie sie sachlich.

Was gilt, wenn die mitarbeitende Person krank ist, wenn das Schreiben ankommt?

Dann ist die Kündigung mit grosser Wahrscheinlichkeit nichtig und muss nach Ablauf des Schutzes wiederholt werden. Nach der Probezeit sperrt das Schweizer Recht die Kündigung während bestimmter Zeiten, darunter Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall sowie Schwangerschaft mit der Zeit nach der Niederkunft. Beginnt die Krankheit erst nach einer gültigen Kündigung, steht die Kündigungsfrist still und läuft später weiter, sodass sich der Endtermin verschiebt. Massgebend ist der Tag, an dem das Schreiben eintrifft; klären Sie die Lage darum unmittelbar vor dem Versand.

Wann endet das Arbeitsverhältnis tatsächlich?

An dem Tag, an dem die korrekt berechnete Kündigungsfrist abläuft. Die Frist ergibt sich aus dem Vertrag oder aus der gesetzlichen Abstufung, die von den Dienstjahren abhängt und in der Regel auf ein Monatsende läuft, und sie wird ab dem Moment gerechnet, in dem die mitarbeitende Person das Schreiben erhält, nicht ab dem Poststempel. Darum nennt die Vorlage sowohl die Frist als auch den konkreten Endtermin, und darum lohnen sich Einschreiben oder persönliche Übergabe gegen unterschriebene Empfangsbestätigung.

Kann ich dieses Schreiben für eine fristlose Kündigung verwenden?

Nein. Diese Vorlage ist für die ordentliche Kündigung unter Einhaltung der Frist. Die fristlose Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis sofort und ist nur bei einem wichtigen Grund gerechtfertigt, der die Fortsetzung unzumutbar macht; sie folgt anderen Regeln und verdient Rechtsberatung vorher, nicht nachher. Wenn Sie zur fristlosen Kündigung greifen wollen, legen Sie diese Vorlage zuerst weg.

Unterschreiben Sie nicht den Normalfall.

Sagen Sie uns, wofür das Dokument gedacht ist. Sie erhalten eine Fassung für Ihre Situation, geprüft von einer Anwältin oder einem Anwalt, zum festen Preis.